Oft ist es im Leben so, dass eine Sache Vor- und Nachteile mit sich bringt. So ist es auch im Garten- und Landschaftsbereich mit eigentlich nützlichen Helfern, denn auch diese haben Schattenseiten.
Bei einem Spaziergang durch den eigenen Garten können verschiedene Kleinstlebewesen den Weg kreuzen. Nicht alle davon sind immer erwünscht, so auch die Ameisen, die auf der einen Seite nützliche Helfer sind, um gegen lästige Parasiten vorzugehen, auf der anderen Seite aber auch Schaden anrichten können, vor allem auf Bäumen. Ameisen leben oftmals unter Terrassen- oder Wegplatten. Ebenso finden sie sich auf Wiesen, wobei Erdhügel das Erkennungsmerkmal für eine Ameisenkultur sind.
Während die Lasius flavus, die gelbe Wegameise, hauptsächlich auf Wiesen und in hohem Gras zu entdecken ist, findet sich die Lasius niger, die schwarzgraue Wegameise, schon des Öfteren in den Ästen der Baumkronen. Der Grund dafür ist einfach. Die Ameisen ernähren sich vom Honigtau der Blatt- und Schildläuse, und gerade diese Läuse sind es, die den Blättern der Baumwipfel Schaden zufügen. Anders als bei Insekteneiern, Schnecken und Raupen verzehren die Ameisen die Blattläuse nicht, sondern schützen diese, um regelmäßig den Honigtau zu erhalten. Wem die Ameisen auf den Bäumen demnach missfallen, dem sind einige Möglichkeiten geboten, sie zu stoppen. Über das Internet können diverse Ratgeber gelesen werden, um die nächstliegende und am besten erscheinende Option zur Bekämpfung der Ameisen herauszufinden.
Um gegen die Insekten vorzugehen und diese von Bäumen fernzuhalten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Aufgrund ihrer Geruchsempfindlichkeit bietet es sich an, die Ameisen mit verschiedenen Duftstoffen zu vertreiben, bevor man zum Äußersten greift – die Tötung der Tiere mithilfe diverser Methoden. Selbst gebraute Jauchen und Brühen verscheuchen die Insekten. Diese Gebräue bestehen hauptsächlich aus Kräutern, die 14 Tage lang gären müssen, um effektiv zu werden. Weiterhin können zerriebene Blätter von Wermut, Kampfer, Kerbel, Majoran, Thymian oder Holunder helfen, die Ameisen von den Bäumen fernzuhalten. Die Jauchen sowie auch die zerriebenen Blätter werden am unteren Ende des Baumes rund herum ausgelegt, damit die Ameisen erst gar nicht in Versuchung geraten, den Baum zu erklimmen. Auch auf dicken Ästen, wo eine Ablagefläche besteht, können die entsprechenden Mittel fixiert werden, um die Insekten zu vertreiben. Ebenso gelingt dies mithilfe von Schalen südländischer Früchte, die einen gewissen Säureanteil enthalten. Hierzu zählen Grapefruit, Orange und Zitrone. Die Schalen jener Früchte können als Jauche zubereitet werden. Gesteinskalk, Algenkalk oder Kaffeesatz bieten weitere Alternativen, welche die Ameisen nicht tödlich gefährden.
Um Ameisen auf Bäumen bekämpfen zu können, werden online Vorgehensweisen beschrieben, die den Nachwuchs, die sogenannte Ameisenbrut, umkommen lassen. Hierzu wird Frischhefe benötigt, die mit Honig versetzt und auf den Ästen der Bäume als Köder ausgelegt wird. Die Arbeiterinnen und Sammler der Ameisen sammeln diesen süßen Nährstoff ein und füttern damit den Nachwuchs, der daraufhin stirbt. Neben vielen schädlingsbekämpfenden Giften, die die Ameisen sofort abtöten, sind auch Leimringe, die um den Baum herum fixiert werden, tödlich für die Insekten. Um an den Honigtau der Läuse zu gelangen, müssen die Ameisen am Baumstamm entlang nach oben krabbeln. Dieser Weg empor wird über die Leimringe verhindert, die Ameisen werden mit der klebrigen Masse abgefangen.
17. August